Energieverwendung in der Industrie und im Gewerbe
Die Industrie benötigt große Mengen an Prozesswärme und an mechanischer Energie. Mit 1 Prozent wird nur ein kleiner Teil der eingesetzten Energie direkt in Warmwasser umgesetzt. Trotzdem fallen in Summe auch hier große Mengen an warmen Abwassern an, so etwa bei der Kühlung innerhalb von Produktionsprozessen.
Anders verteilt sich die Energienutzung im Gewerbe- und Dienstleistungsbereich. Hier ist der Warmwasser-Anteil mit 8,9 Prozent deutlich höher, dagegen wird weniger Prozesswärme benötigt als in der Industrie. Mit 38,9 Prozent spielt die Raumwärme ähnlich wie im privaten Bereich die wichtigste Rolle. Dies macht in der Industrie nur 8,2 Prozent der aufgewendeten Energie aus.
Die warmen Abwässer, die in Industrie und Gewerbe entstehen, haben den Vorteil, dass sie in größeren Mengen und kontinuierlicher anfallen. Bei Abwässern aus privaten Haushalten erreicht man dies erst mit einer bestimmten Zahl von Wohneinheiten. Dies muss entsprechend bei der Planung einer Anlage zur Energiegewinnung aus Abwasser berücksichtigt werden.
